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Einzigartiger Regenwald - Wir wollen dass es so bleibt, und zeigen wie!

 

Quelle: NASA - Credit Image created by Reto Stockli with the help of Alan Nelson, under the leadership of Fritz Hasler. (Text from projekt-chanchamayo.jimdo.com)
Quelle: NASA - Credit Image created by Reto Stockli with the help of Alan Nelson, under the leadership of Fritz Hasler. (Text from projekt-chanchamayo.jimdo.com)

 

Peru - Der Schlüssel zur Klimakrise ...

Peru ist ein Land mit einer unglaublichen Biodiversität.

Peru wird der Klimawandel besonders hart treffen und tut es schon.

Peru nimmt eine zentrale Stellung im Kampf gegen den Klimawandel ein.

Peru's Ostanden sind die Klimamaschine für Amazonien.  Dieses 

            ist unsere Klimanalage. Unser Thermostat. Unser Klima.

Peru's Regenwälder schwinden jährlich um mehr als ein Prozent.

Peru hat von seinen 70 Mio. Hektar Regenwald schon 18 Mio. verloren. 

Peru und seine Regenwälder brauchen Schutz.

 

Durch die Abholzung der Primärregenwälder in Amazonien wird soviel CO2 freigesetzt, analog der Freisetzung von CO2 durch den weltweiten Verkehr. Aber das ist nicht der ursächliche Grund für die Klimakrise.

Blütenzauber - Foto: Harald Petrul
Blütenzauber - Foto: Harald Petrul

Regenwald schützen

 

Wir betrachten die verbliebenen Regenwälder Südamerikas als Erbe der Menschheit, die es zu schützen gilt. Damit dieser Schutz gewährleistet ist, bedürfen die Waldgebiete Perus besonderer Aufmerksamkeit. Vor allem die noch verbliebenen und nicht geschützten Bergregenwälder der Selva Central an den Osthängen der Anden.

 

In der nähe von San Ramon (District Chanchamayo) befindet sich das Santuario Nacional la Pampa Hermosa, das letzte zusammenhängende Waldgebiet der Selva Central, mit einer Ausdehnung von 11123 Hektar. Ziel ist es seinen ursprünglichen Zustand zu bewahren und ihn vor der Abholzung zu bewahren. In diesem Wald findet man auf einem Hektar Land über 250 Baumarten, sowie eine große Artenvielfalt an Büschen, Farmen, Bromelien, Orchideen und anderen Gewächsen. Besonders hervorzuheben ist, der nur hier vorkommende Zedernhochwald Perus, darunter Bäume die 600 Jahre alt sind. Der älteste Zedernwald Lateinamerikas.

 

Auch die Tierwelt ist sehr vielfältig: Jaguare, Pumas, Ozelots, Brillenbären, Gürteltiere, verschiedene Affen- und Nagetierarten sind nur einige der vielen Tierarten die die Zone beherbergt. Am Artenreichsten jedoch sind die vorkommenden Vogel- und Schmetterlingsarten, die jeweils mit mehreren Hundert Arten vertreten sind, sowie eine noch unbekannte Anzahl an Insektenarten.

Abholzung und Monokulturen bei San Ramon - Foto: Harald Petrul
Abholzung und Monokulturen bei San Ramon - Foto: Harald Petrul

Aktuelle Situation

 

Außerhalb der Schutzzone ist der Wald legalem und – vor allem - illegalem Holzeinschlag ausgesetzt. Außerdem fallen bedenklich viele Flächen der Brandrodung zum Opfer. Diese Flächen werden entweder für den Anbau von Früchten, wie etwa Mandarinen- plantagen, oder noch mehr als Weideland genutzt. Bedingt durch die peruanische Gesetzgebung dürfen Flächen entwaldet werden, wenn dies zur Existenzsicherung nötig ist. Durch die Armutsflucht aus den Anden zieht es zunehmend mehr "Neufarmer" in die Region, was das Problem der Waldzerstörung verschärft.

 

Außer Abholzung und Brandrodung kann auch der Bergbau zum Problem führen. Bereits 2007 hat ein kanadisches Bergbauunternehmen 215 km2 Land rund um San Ramon aufgekauft um zukünftig Uran abzubauen. Die entsprechenden Konzessionen wurden bereits vergeben. Außerdem hat sich ein anderes kanadisches Unternehmen in 2007 zu 60% an Perenesa, dem lokalen Energieversorger, beteiligt, um das Energiegewinnungs- projekt "La Virgen" zu realisieren.

Mandarinenplantage bei San Ramon Foto: Harald Petrul
Mandarinenplantage bei San Ramon Foto: Harald Petrul

Ökosystem Regenwald vor dem Kollaps

 

Die tägliche Vernichtung von Primarregenwald an den Ostanden Perus geht uns alle an. Denn diese Wälder sind die „Klimamaschine“ für das gesamte Amazonasbecken. Und hier sprechen wir vom (noch) größten zusammenhängenden Waldgebiet unseres Planeten, das immerhin unsere Klimamaschine Nummer 1 ist. Dass dieses sensible Ökosystem bereits schaden genommen hat, ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Abholzung der Ostandenhänge die Spitze längst überschritten hat. Konsequenzen sind eine gestörte Hydrologie, und daraus resultierend weniger Niederschläge, was Wasserverknappung und Dürre zur Folge hat.

 

Bereits seit 2005 gibt es jedes Jahr Dürreperioden in den Tropen Amazoniens. Die Folge sind unkontrollierte Waldbrände die jährlich tausende von Hektar Regenwald kosten, und Wasserknappheit. Wasserknappheit, am Wasserreichsten Fluss der Erde? Ja, bereits 2005,  2009 und 2010 wurden die Wasserstände in Iquitos während der Trockenzeit soweit unterschritten, dass die Flussschifffahrt zum erliegen kam. (Der Fluß ist hier normalerweise 5 km breit und erlaubt sogar Hochseeschiffen das anlegen).

 

Darüber hinaus musste sogar das Trinkwasser rationiert werden. All das wird noch begünstigt durch die dramatische Gletscherschmelze in Peru. Diese Gletscher liegen fast alle im höchstgelegen tropischen Gletschergebiet unseres Planeten. Die Gletscherschmelze in Peru ist deshalb so dramatisch, weil zum Einen der weltweite Klimawandel dazu beiträgt, und zum Anderen die dramatischen lokalen Probleme. Diese Probleme sind die exzessive Entwaldung der Regenwälder an den Ostanden. Die Folge: Weniger Wolkenbildung, weniger Niederschläge, weniger aufsteigende Luftfeuchtigkeit. Letzteres gehört mit zu den Lebensgaranten der Gletscher.

 

In den letzten 20 Jahren sind mehr als ein Fünftel der peruanischen Gletscher verschwunden. All das stört nicht nur das ökologische Gleichwicht, sondern bringt auch Probleme in der Wasserversorgung mit sich, sowohl für die gesamte Amazonasregion, als auch für die die 8 Millionenmetropole Lima. Es könnte die erste Stadt sein, die wegen Wassermangels aufgegeben werden muß.

 

Wie wir sehen steht das ökologische Gleichgewicht des Regenwaldes kurz vor dem Kollaps. Ein Kollaps der nicht nur Peru, sondern uns alle betrifft. Denn das Klima der amazonischen Regenwälder fungiert als Thermostat für unser Klima. Dieser Thermostat hat bereits erste defekte, und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis er ganz ausfällt. Was das letzlich bedeutet kennen wir alle aus unserem eigenen Umfeld. 

Andenhochland  -  Verödete Böden !   Auch bald in Amazonien ? - Foto: Harald Petrul
Andenhochland - Verödete Böden ! Auch bald in Amazonien ? - Foto: Harald Petrul

Den Schuss nicht gehört ?

 

Der Mensch ist darauf ausgerichtet hörbare oder sichtbare Gefahren sofort zu realisieren um darauf zu reagieren. Hören wir zum Beispiel einen Schuss gehen wir sofort in Deckung. Beim Klimawandel ist das anders. Wir hören und sehen nicht was uns in Gefahr bringt. Das wurde auch schon anderen Hochkulturen zum Verhängnis, wie etwa den Maya oder den Römern. Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum, Wohlstand, Überanspruchung natürlicher Recourcen, Verödung der Böden, Lebensmittelknappheit, Zusammenbruch des Wohlstandsystems, Armut, Aufstand und schlussendlich der Niedergang waren die Folge. Wir stehen kurz davor!

 

In den letzten 200 Jahren hat unsere Hochzivilisation den Planeten mehr zerstört als alle anderen Hochkulturen vor uns. Was wir mit unseren Vorgängern gemein haben ist: Wir haben den Schuss nicht gehört !! Sollten wir ihn aber doch gehört haben, dann ist jetzt der Zeitpunkt zur Umkehr. Nachhaltigkeit und Schutz der verbliebenen Naturräume ist angesagt. Jetzt und nicht erst in 30 Jahren. Denn dann haben wir den Scheitelpunkt überschritten, und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis es heißt: Willkommen auf dem Wüstenplaneten.

 

Wir wollen keinen Wüstenplaneten sondern einen grünen Planeten, an dessen Wäldern sich unsere Kinder und Kindeskinder auch noch erfreuen sollen. Die Zeit drängt, denn es ist schon 5 nach 12 !!!

Primarregenwald bei San Ramon - Freude pur !! - Foto: Harald Petrul
Primarregenwald bei San Ramon - Freude pur !! - Foto: Harald Petrul

Gemeinsam den Wald erhalten

 

Alle haben das recht zu leben ! Das gilt für uns Menschen ebenso, wie für Pflanzen und Tiere. Deshalb sehen wir uns verpflichtet den Wald zu schützen, insbesondere die Bergregenwälder an der Ostseite der Anden.

 

Unser Ziel ist es, in Zusammenarbeit mir der lokalen Bevölkerung und indigener Gruppen die noch vorhandenen Waldflächen mit ihrer einmaligen Artenvielfalt unter Schutz zu stellen. Artenreiche Wiederaufforstung bereits gerodeter Flächen. Ökologisch nachhaltige Nutzung ausgewiesener Waldflächen. Informations- und Bildungsarbeit mit den Schwerpunkten Regenwalderhaltung, nachhaltige ökologische Nutzung des Regenwaldes und Vermarktung der erwirtschafteten Produkte – sowohl lokal als auch international. Implementierung einer Musterfläche mit integriertem Naturlehrpfad. Zukauf von Primärregenwald, der nicht in den Einzugsgebieten der Gemeinden liegt. Aufbau einer Tierauffangstation illegal gefangener und für den Schmuggel bestimmeter Tiere.

 

Darüber hinaus möchten wir die Zone zu einem Zentrum für gemeidebasierten, ökologisch nachhaltigen Tourismus ausbauen.

++ Ein €uro kann jeder !  Und wie viel kannst Du ? ++

 

Sie können das Projekt-Chanchamayo unterstützen, sei es durch Know How, sei es durch Hilfe finanzieller art oder durch den Besuch der Region.

 

Kurzfristiges Ziel ist es 26 Hektar Primärregenwald und 1 Hektar Nutzfläche zu erwerben, um das Projekt zu starten. Die Nutzfläche ist bereits finanziert. Für Regenwaldkauf brauchen wir jedoch noch Unterstützung, ebenso wie für eine geplante Baumschule. Details finden Sie auf der Projekt- und Sponsorenseite.

Geographischer Überblick unserer Besucher seit dem 03. Nov. 2011

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Harald Petrul -Projektkoordinator- Regenwaldschutz - Projekt Chanchamayo Peru